Die gute Nachricht zuerst: Die meisten gebrauchten Putzlappen dürfen ganz normal in den Restmüll – im Haushalt wie im Betrieb. Nur bei stark ölgetränkten Lappen und bei Leinöl gibt es ein paar einfache Regeln. Hier der Überblick.
Auf einen Blick: Wohin mit dem gebrauchten Lappen?
| Lappen verschmutzt mit … | Wohin? |
|---|---|
| Staub, Wasser, Reinigungsmittel, normalem Schmutz | Restmüll – im Haushalt wie im Betrieb |
| Leinöl, Holzöl oder Öllasur | Erst flach ausgebreitet trocknen lassen, bis das Öl hart ist – danach Restmüll |
| Viel Motoröl, Altöl, Lösemitteln oder Chemikalien | Getrennt sammeln: im Haushalt zur Schadstoffsammlung, im Betrieb über den Entsorger |
Normal verschmutzte Lappen: einfach in den Restmüll
Wer mit einem Putzlappen Staub wischt, Wasser aufnimmt, eine Werkbank säubert oder Hände und Werkzeug abwischt, kann den Lappen danach ganz normal über den Restmüll entsorgen. Auch viele kommunale Merkblätter für Gewerbebetriebe nennen Putzlappen ausdrücklich als Restabfall.
Übrigens: Unsere Putzlappen haben schon ein erstes Leben als Kleidung, Bettwäsche oder Handtuch hinter sich. Statt direkt entsorgt zu werden, leisten sie als Putzlappen noch einmal gute Dienste.
Stark ölgetränkte Lappen: getrennt sammeln
Lappen, die mit größeren Mengen Motoröl, Altöl, Lösemitteln oder Chemikalien getränkt sind, gehören nicht in den Restmüll.
- Im Haushalt: Geben Sie sie beim Wertstoffhof oder am Schadstoffmobil Ihrer Gemeinde ab.
- Im Betrieb: Sammeln Sie sie in einem geschlossenen Behälter und geben Sie sie Ihrem Entsorgungsfachbetrieb mit. Im Abfallverzeichnis laufen sie unter dem Schlüssel 15 02 02*. Die meisten Werkstätten haben dafür ohnehin einen Entsorger, der auch Altöl und Filter abholt.
Wo genau die Grenze zwischen „leicht verschmutzt“ und „ölgetränkt“ liegt, regelt jede Kommune etwas anders. Im Zweifel hilft die örtliche Abfallberatung mit einer kurzen Auskunft.
Lappen mit Leinöl oder Holzöl: erst trocknen lassen
Leinöl, Holzöle und Öllasuren härten an der Luft aus. Dabei entsteht etwas Wärme. Liegt ein frisch getränkter Lappen zusammengeknüllt im Mülleimer, kann sich diese Wärme stauen – im ungünstigen Fall bis zur Selbstentzündung. Das gilt für jedes Material, also genauso für Papiertücher, Vliestücher und Schwämme.
Die Lösung ist einfach: Breiten Sie den Lappen nach der Arbeit flach im Freien aus, bis das Öl vollständig ausgehärtet ist. Danach darf er in den Restmüll. Viele Hersteller geben diesen Hinweis auch auf der Dose. In Betrieben, die regelmäßig mit solchen Ölen arbeiten, ist ein Metallbehälter mit selbstschließendem Deckel die bequemste Lösung.
Für Motoröl, Hydrauliköl und Fett spielt die Selbstentzündung keine Rolle.
Unser Tipp: Saugstarke Lappen sparen Abfall
Je mehr ein Lappen aufnimmt, desto weniger Stücke brauchen Sie – und desto weniger Müll entsteht. Für viel Öl, Fett und Wasser sind unsere Frottee-Putzlappen erste Wahl. Für allgemeine Werkstattarbeiten reichen Trikot-Putzlappen. Beide bestehen aus Baumwolle und kommen im handlichen 10-kg-Würfel.
Kurz gesagt: Normal verschmutzte Putzlappen gehören in den Restmüll. Lappen mit Leinöl erst trocknen lassen. Nur stark öl- oder chemikaliengetränkte Lappen werden getrennt gesammelt.
















